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Die (Un-)Gleichbehandlung der Frauen am Land

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Die (Un-)Gleichbehandlung der Frauen in Kärnten

13.12.2016 Marcel MILD

Tradition braucht Toleranz – Heimat braucht Freiheit

Immer wieder stolpert man in Kärnten über Plakate und Onlinekampagnen aller Parteien. Damit versucht man uns Bilder und Slogans mit unterschiedlichen „Werten“ zu vermitteln.  Einige Parteien verwenden dazu Wörter wie „Tradition“, „Heimat“ und „Sicherheit“. Andere setzen auf Ausdrücke wie „Mut“, „Freiheit“ und „Toleranz“. Diese Wörter und Slogans sollte man auf keinen Fall gegeneinander ausspielen. Jemand der mutig und freiheitsliebend ist kann trotzdem seine Heimat lieben und traditionsbewusst leben.

„Volksparteien fehlt der Mut zur Freiheit und Toleranz“

Was man jedoch diskutieren sollte, ist die Politik der Parteien die Wörter wie Zb. „Tradition“ und „Heimat“ verwenden. Immer wieder fällt mir auf, dass diese Slogans vor allem die uns bekannten „Volksparteien“ verwenden.

Plakate der „Volksparteien“ sind meist männlich

Erschreckend ist auch, dass nahezu auf allen Plakaten der – sich selbst ernannten -„volksnahen“ Parteien ausschließlich Männer abgebildet sind. (Ganz einfach zu checken: Google Bilder Suche starten, „Parteiname“ + Plakate eingeben)

Junge Frauen verlassen ihre Heimat

Die Universität Klagenfurt hat die Motive von abwandernden Kärntnern und Kärnterinnen  hinterfragt und kommt zu interessanten Ergebnissen. Demnach sind die Abwanderer bestimmte Gruppen. Es handelt sich um besser Gebildete, weil sie auf dem Land nicht die adäquaten Arbeitsplätze finden. Vor allem aber verlassen junge Frauen wesentlicher häufiger ihre „Heimat“.

Auf dem Land herrschen eher noch patriarchale, traditionelle Strukturen mit starken Geschlechterrollen. Das treibe viele Frauen in die Stadt, so Rainer und Rosegger von der Universität Klagenfurt.

Fortbildungsmöglichkeiten (Unis), städtisches Leben (Shopping, Events, Kultur) bis zu Kindergärten und Schulen mit langen Öffnungszeiten sind weitere „Pull-Faktoren“ für Frauen.  Hier schließt sich der Kreis zu Roseggers Studie.

„Kärnten ist mutig und setzt sich für Gleichbehandlung von Frauen ein“

Wir NEOS empfehlen den Vertretern und Entscheidungsträgern der „volksnahen“ Parteien in Kärnten folgendes.

In Zukunft sollten alle Parteien besser darauf achten wie, wann und wo die Wörter „Tradition“ und „Heimat“ ihre Anwendung finden. Sonst könnte noch jemand meinen, dass Kärnten die Heimat der Männer ist. Das mit Sicherheit.