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NEOS Kärnten fordert Transparenz im Umgang mit Flüchtlingen

07.09.2016 Evelin Pircer

Im Stadtteil Edling in Spittal an der Drau sind vergangene Woche ohne Vorankündigung Flüchtlinge untergebracht worden. NEOS Kärnten kritisiert diese Nacht und Nebel-Aktion des Landes Kärnten und fordert Aufklärung.

Spittal. Wie nun bekannt wurde, sind vergangene Woche im Stadtteil Edling in Spittal an der Drau mehrere Flüchtlingsfamilien untergebracht worden, ohne die Bevölkerung und zuständige Gemeindepolitik darüber zu informieren. Zwar habe sich Landeshauptmann Kaiser bei Bürgermeister Gerhard Pirih entschuldigt, „jedoch stellt man sich die Frage, ob der Landeshauptmann überhaupt weiß, was seine Mitarbeiter machen“, gibt Hermann Bärntatz als Landesprecher von NEOS Kärnten und Spittaler Gemeinderat zu bedenken.

Es sei kontraproduktiv für die Integration, Flüchtlinge ohne ausführliche Vorinformation einfach in Heimen unterzubringen. „Das macht es sowohl den Flüchtlingen als auch der betroffenen Bevölkerung nur schwerer.“ Udo Puschnig, interimistischer Flüchtlingsbeauftragter des Landes, sagt, dass ohne Vorinformation ein ruhigeres Einziehen möglich sei. „Dem muss ich vehement widersprechen. Offenbar hat das Land einfach Angst vor seinen eigenen Wählern und auch vor Transparenz. Dabei bin ich der Meinung, dass den Bürgern die Wahrheit sehr wohl zumutbar ist. Eine Nacht und Nebel-Aktion hingegen ist inakzeptabel“, sagt Bärntatz.

Deswegen fordert NEOS Kärnten vom Land Kärnten, mit der Flüchtlingsunterbringung kärntenweit endlich offen und ehrlich umzugehen. „Alle Betroffenen müssen vorab informiert werden. Zudem sollte der Einzug von Flüchtlingen so organisiert werden, dass Berührungsängste abgebaut werden können“, so Bärntatz.