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NEOS und das Kärntner Budget – die dritte

Im Bereich Bildung, Forschung, Lehre und Wissenschaft verdient das Kärntner Budget 2019 nur ein „Genügend“. Es braucht endlich ein umfassendes Paket, das Maßnahmen im Bildungsbereich setzt, anstatt den öffentlichen Dienst weiterhin aufzublähen.

Kärnten ist als einziges Bundesland Österreichs gezeichnet von Abwanderung. „Abwanderung bedeutet nicht nur den Verlust von Bürger_Innen, sondern auch von fähigen Arbeitskräften,“ mahnt Markus Unterdorfer-Morgenstern, NEOS Landessprecher, im Hinblick auf den Landesvoranschlag 2019.

Die Kärntner Regierung wird laut dem Budget 2019 folgendes in das geistige Gut ihrer Bevölkerung investieren: 1,8 Millionen für Bildung und Stiftungsprofessuren, 6,7 Millionen gehen an die Forschung und 7,4 Millionen in die Arbeitnehmerförderung, bei welcher man die Lehre inkludiert. Das ist um einiges weniger, als zum Beispiel Vorarlberg und Salzburg für die gleichen Bereiche aufbringen.

„Vorarlberg bringt alleine für Bildung, Forschung und Wissenschaft 90,1 Millionen Euro auf. Die duale Ausbildung und Lehre ist ihnen eine Investition von 38 Millionen wert und sie vergessen auch nicht auf die Erwachsenenbildung mit 6,5 Millionen,“ vergleicht Unterdorfer-Morgenstern die Budgets, „Salzburg deklariert sich zu Recht als lehrlingsfreundlichstes Bundesland der Zukunft. Es wirkt dem Fachkräftemangel von sich aus mit 2,75 Millionen für Berufsschulen und 3,5 Millionen für Schulsozialarbeit, Sonderpädagogik und Sprachförderung entgegen. Damit lässt es die Betriebe nicht mehr alleine mit dem Problem der fehlenden Fachkräfte, sondern handelt vorausschauend.“

Salzburg setzt bereits seit 2016 seinen IKT-Innovations- und Forschungsmasterplan erfolgreich um und positioniert sich damit international auf breiter Ebene. Der IKT-Masterplan liefert eine Analyse des Standortpotenzials in den Bereichen Forschung, Wirtschaft und Ausbildung. Darauf aufbauend wird Unternehmen das notwendige Know-how und die Entwicklungsmöglichkeit eröffnet, Demonstrationsprojekte zu realisieren sowie über Kooperationen zwischen Forschung und Wirtschaft Innovationsvorhaben umzusetzen. Die Stärken liegen in der intelligenten Bearbeitung von Schnittstellen, Daten und den jeweiligen Verknüpfungen, vor allem auch zum Menschen (HCI- Human– Computer Interaction, Mensch-Maschine-Technik). Außerdem zählen wichtige Service- und Anwendungsthemen, wie eEnergy, eTourism und eHealth, dazu, welche in Zukunft viel Steuergeld sparen werden.

„Bestehende und zukünftige Fachkräfte zu verlieren können wir uns nicht weiter leisten. Sie sind wichtig für die Zukunft unseres Landes. Ihnen müssen wir Anreize bieten zu bleiben und hier erfolgreiche Unternehmen zu gründen“, plädiert Unterdorfer-Morgenstern an die regierende Politik. Anstatt einen aufgeblähten Verwaltungsapparat zu mästen, sei mehr Investitionen in (Aus-)Bildung, Forschung und Wissenschaft gefragt. „Geschieht dies nicht, kann man nur sagen: Wirtschaftsverständnis – Fehlanzeige!“