Bedingungen für elementare Pädagogik als erste Bildungsinstanz verbessern

23. January 2020
Pexels/Trinity Kubassek

Markus Unterdorfer-Morgenstern: „Für elementarpädagogische Einrichtungen als ersten Ort der Bildung braucht es eine 
Aus- und Weiterbildungsreform für Pädagog_innen, niedrigere Betreuungsschlüssel und einheitliche Qualitätsstandards.

Kindergarten - der 
erste Ort der Bildung

Anlässlich des morgigen Tages der Elementarpädagogik erinnert NEOS-Landessprecher Markus Unterdorfer-Morgenstern an die zentrale Rolle der Kindergärten als ersten Bildungsort. „In keiner Altersstufe kann gute, aufmerksame Betreuung durch Pädagoginnen und Pädagogen mehr bewirken als im Kleinkindalter. Hier wird die Basis für spätere schulische und berufliche Erfolge gelegt. Durch hohe Qualität in diesen Einrichtungen können wir sicherstellen, dass alle Kinder die Grundlagen für ein gelingendes Leben voller Chancen bekommen“, so Unterdorfer-Morgenstern.

Einheitliche Qualitätsstandards und Reform der Aus- und Weiterbildung

Wie gut Kindergarten und andere elementarpädagogische Einrichtungen diese Verantwortung erfüllen, hängt wesentlich von der Ausbildung der Pädagogen und der Gruppengröße ab – und bei beidem ist Österreich im europäischen Vergleich Nachzügler. „Im Kern benötigen wir einheitliche Qualitätsstandards für alle Kinderkrippen und Kindergärten und eine Reform der Aus- und Weiterbildung der Pädagogen“, sagt Unterdorfer-Morgenstern.

Seit zwei Jahren setzen sich die NEOS Kärnten für die Anhebung der Bezahlung der Elementarpädagogen mit bundesweiter Regelung und ein Angleichen an die Volksschullehrer ein. Unterdorfer-Morgenstern: „Mit 1. Jänner 2020 wurden die Gehälter für Elementarpädagogen, Tagesmütter und -väter sowie Kindergruppenbetreuer um drei Prozent angehoben. Ein erstes wichtiges Zeichen der Wertschätzung für die zentrale Bildungsarbeit, die diese Menschen leisten.“

Hoher Betreuungsschlüssel 
auf Kosten der Qualität

Ein wichtiges Kriterium für die Anhebung der Qualität in Kinderkrippen und Kindergärten ist für NEOS Kärnten der Betreuungsschlüssel. „Dieser ist immer noch viel zu hoch. Pädagoginnen und Pädagogen können ihre geballten Kompetenzen nicht allen in dem intensiven Maße zugutekommen lassen, wie es jedes einzelne Kind verdienen würde. Die zunehmenden administrativen Aufgaben und Pflichten noch gar nicht eingerechnet, die in kleineren Einrichtungen die Pädagogen selbst übernehmen.“

NEOS Kärnten stehen für ein stufenweises Heranführen an einen Betreuungsschlüssel in Krabbelstuben und Kinderkrippen von 1:3 für 0- bis 2-Jährige sowie 1:5 für 2- bis 3-Jährige und im Kindergarten von 1:8.

Betreuungsplätze für 
Kleinkinder ausbauen

Allerdings, so Unterdorfer-Morgenstern: „Vor allem im Bereich der Kleinkinder bis drei Jahre stehen den Kärntner Familien noch immer zu wenig Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung. Hier braucht es flächendeckende Angebote. Vor allem abseits der Ballungszentren sehe ich die Kärntner Regierung in der Pflicht, das Betreuungsangebot weiter auszubauen. Zumal sie Kärnten zur kinderfreundlichsten Region Europas machen möchte.“