NEOS fordern absolute Transparenz zur Zukunft der Kärntner Messen ein

17. January 2020

Markus Unterdorfer-Morgenstern und Petra Lausegger: „Trotz Bekenntnis zur Messe-Modernisierung sind viele Fragen offen. Bürger haben absolute Transparenz zur Zukunft der Kärntner Messen verdient.“ Handlungsbedarf auch bei Angebots-Entwicklung.

Ungewisse Messe-Zukunft

Heute eröffnete die Agrarmesse den Messeveranstaltungsreigen des neuen Jahres auf dem Klagenfurter Messegelände. Während somit wieder business as usual stattfindet, stehen weiter Fragezeichen zur Zukunft der Kärntner Messen im Raum. Vergangenen Oktober präsentierte die Klagenfurter Stadtregierung die Standortstudie zum Verbleib in der Innenstadt oder Verlegung an den Flughafen. NEOS-Regionalkoordinatorin für Klagenfurt, Petra Lausegger: „Die teure Studie hat bestätigt, was viele schon seit Jahren wussten. Dass die Kärntner Messen dringenden Modernisierungsbedarf haben und viele Flächen ungenutztes Potenzial aufweisen.“ Zwar signalisierte die Stadtregierung, dass nun in Angriff nehmen zu wollen, dennoch herrsche laut Lausegger Unsicherheit in der Wirtschaft als auch der Bevölkerung, da sich Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz sehr vage zur Standortfrage äußerte. „Keiner weiß, welche Pläne Franz Peter Orasch am Flughafen verfolgt und inwiefern die Stadt Klagenfurt eingebunden oder irgendwann vor vollendete Tatsachen gestellt wird“, so Lausegger.

Transparenz bei Ausschreibung und Umsetzung

Lausegger sowie NEOS-Landessprecher Markus Unterdorfer-Morgenstern hoffen, dass die angekündigten Modernisierungspläne am bestehenden Standort nun tatsächlich umgesetzt werden, da dies auch eine enorme Wertschöpfung für die Innenstadtbetriebe bedeute. „Wenn die Messehalle 5 in den nächsten Jahren zum modernen Kongress- und Veranstaltungszentrum ausgebaut wird, ein weiteres Parkhaus entsteht und die Freiflächen mit zusätzlichen Einrichtungen belebt werden, profitiert die Innenstadtwirtschaft ebenso. Außerdem ist es höchst an der Zeit, dass auch die Landeshauptstadt ein Veranstaltungszentrum erhält“, so Unterdorfer-Morgenstern.

Für die Vorhaben wird es allerdings, das räumte Bürgermeisterin Mathiaschitz schon im Oktober ein, eine Ausschreibung sowie strategischen Partner benötigen, da die Stadt die Modernisierungskosten von 36 Millionen Euro nicht alleine tragen kann. Lausegger und Unterdorfer-Morgenstern unisono: „Hier erwarten wir uns für die Klagenfurter Steuerzahlerinnen und Steuerzahler und Messenutzerinnen und Nutzer größtmögliche Transparenz und zeitnahe Informationen in der Abwicklung. Die aktuelle Kritik des Rechnungshofs zu den Stadtwerken Klagenfurt zeigt einmal mehr, wie wichtig das ist.“

Aus für GAST zeigt fehlenden Innovationsgeist 
bei Entwicklung neuer Angebote

Dass heuer übrigens erstmals – nach 51-jährigem Bestehen – die Gastronomie- und Hotelleriefachmesse „GAST“ nicht stattfinden wird, ist für Lausegger ein alarmierendes Zeichen. „Sie funktioniert nicht mehr. Über die Jahre sind Aussteller wie auch Besucher sichtbar zurückgegangen. Kein Wunder, denn auch die Preise für die Aussteller sind hoch, kleinere Betriebe können sich das oft nicht mehr leisten, zumal es in keiner Relation steht, wenn auch die Besucherzahlen abnehmen.“ Für die NEOS-Regionalkoordinatorin ist es höchst an der Zeit, dass die Verantwortlichen, nicht zuletzt die Stadt Klagenfurt als Miteigentümerin (48%), auch in Sachen Messeangebote mit der Zeit gehen und innovative Angebote entwickeln, die der gesellschaftlichen Entwicklung entsprechen. 
Unterdorfer-Morgenstern sagt abschließend: „Die Kärntner Messen sind nicht zuletzt eine wesentliche Plattform und Leistungsschau für die gesamte Wirtschaft des Landes. Umso mehr gilt es, hier verantwortungsvoll und zügig in allen Bereichen die Weichen für die Zukunft zu stellen.“