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NEOS Juvan: Corona-Situation in Klagenfurt außer Kontrolle - was es braucht ist Leadership

11. November 2021

Der Bürgermeister schweigt lieber, als dafür zu sorgen, dass wir die Lage in den Griff bekommen. Es sind Handeln, Vorbildwirkung und fürsorgliche Worte und Taten mit der Bevölkerung gefragt.

Wie leider in sehr vielen Teilen Österreichs ist auch in Klagenfurt die Corona-Situation völlig außer Kontrolle. Wie in vielen Teilen Österreichs war es absehbar, dass es soweit kommt, da die Impfquote seit dem Sommer nicht mehr maßgeblich nach oben gehoben werden konnte.

Die NEOS haben Ende August dem Bürgermeister und dem Gesundheitsstadtrat ein konkretes Konzept vorgelegt und eine Vielzahl an Personen genannt, die prinzipiell dazu bereit wären auf überparteilicher Ebene Maßnahmen mitzutragen und selbst daran mitzuarbeiten gemeinsam mit der Stadt die Impfquote nach oben zu bringen. Leider wurde unser Vorschlag – trotz einer anfänglichen Zusage – letzendlich durch die Verantwortlichen der Stadtregierung nicht umgesetzt.

„Jetzt befinden wir uns in genau jener Situation vor der wir gewarnt haben. Die Situation scheint außer Kontrolle und uns erreichen immer mehr verzweifelte Stimmen aus der Bevölkerung, die darum bitten, dass doch endlich etwas getan werden sollte“, sagt Klubobmann GR Janos Juvan.

Es sind darunter Unternehmer_innen, die es bei den aktuell getroffenen Maßnahmen kaum noch schaffen ihren Betrieb aufrecht zu erhalten. Selbst wenn alle Mitarbeiter_innen durchgehend geimpft sind müssen Mütter und Väter sich immer häufiger um ihre erkrankten Kinder kümmern, die aufgrund ihres Alters noch nicht geimpft werden konnten. Es sind Eltern, deren Kindern nicht mehr ordentlich im Kindergarten oder Schulbetrieb sein können, weil der Großteil der Klasse erkrankt und zudem das Aufsichts- und Lehrpersonal nicht anwesend ist, weil auch auch dort Erkrankungen stattfinden. Und es sind Menschen mit Vorerkrankungen, bei denen eine Impfung nicht möglich ist. Jene leben in begründeter Angst davor an Corona zu erkranken und zu versterben.

Es sind genau diese Zustände, die immer mehr Verantwortungsträger zu drastischen Maßnahmen greifen lassen, um ihren Verantwortungsbereich zu schützen. Prominentestes Beispiel war kürzlich die Universität Klagenfurt. Je länger die Politik zuwartet, umso dramatischer wird die Situation und umso größer wird der Spalt sein, der durch unsere Gesellschaft trennt.

„Ich habe mich daher vor mehr als zwei Wochen an einem dringenden Appell an die Stadtregierung beteiligt an dem hochrangige Mediziner_innen, Unternehmer_innen, Gastronomen_innen, Angestellte und Pensionist_innen, also Mitmenschen aus allen Teilen der Bevölkerung schriftlich nochmal konkrete Maßnahmen von der Stadt erbeten haben, ihren Willen zum Ausdruck gebracht haben auch aktiv mitzuarbeiten, um die Situation auch zu verbessern und den Bürgermeister und den Gesundheitsstadtrat persönlich darum gebeten haben in einem persönlichen Gespräch auszuloten, welche Möglichkeiten wir als Bevölkerung haben gemeinsam mit der Stadt aktiv zu werden“, so Juvan.

Besonders erschreckend ist es, dass anstatt des notwendigen Leaderships die zuständigen Mitglieder der Stadtregierung lieber den Kopf weiter in den Sand stecken und diesen dringenden Apell, dieser vielen Leute tatsächlich irgnorien und bis heute nicht einaml eine Antwort auf diesen Brief zukommen haben lassen. Mehr noch: Auf Anrufe einzelner aus dieser Initiative bis heute nicht reagieren. „Ich fordere den Bürgermeister auf seine Straußentaktik endlich zu beenden, klar Farbe zu bekennen, eine Linie für die Stadt vorzugeben und gemeinsam mit allen Parteien, die zur Mitarbeit bereit sind, genauso mit allen Teilen der Bevölkerung, die dazu bereit sind, daran zu arbeiten, dass wir die Situation in den Griff bekommen“, schließt Juvan.