Weltfrauentag (8. März)

NEOS Kärnten zum Frauentag: Für ein selbstbestimmtes, unabhängiges Leben gilt es noch viel zu tun!

06. March 2020

NEOS-Landessprecher Unterdorfer-Morgenstern: Einkommensschere, fehlende Kinderbetreuung, Teilzeitarbeit und Altersarmut: Es wird Zeit, Frauen mit konkreten Maßnahmen endlich zu entlasten und ihnen gleiche Chancen zu ermöglichen.“

NEOS setzen frauenpolitischen Schwerpunkt

Im Hinblick auf den internationalen Frauentag am 8. März zeigt NEOS-Landessprecher Markus Unterdorfer-Morgenstern auf, dass der Weltfrauentag, den so manche oft milde belächeln, auch im 21. Jahrhundert nichts an Aktualität verloren hat: „Fehlende Kinderbetreuung, Teilzeitarbeit und Altersarmut sind in Kärnten respektive Österreich nach wie vor Frauensache. Von dem Umstand, dass Frauen nach wie vor um 15,2 Prozent weniger verdienen als Männer, ganz zu schweigen“, sagt Unterdorfer-Morgenstern mit Verweis auf den Equal Pay Day am 25. Februar.

 

Das Recht auf Kinderbetreuungsplätze

In Kärnten ein großes Problem sind nach wie vor fehlende Kinderbetreuungsplätze – vor allem im Kleinkindalter. „Für Frauen, die rascher wieder ins Berufsleben einsteigen wollen, ist es häufig ein Spießroutenlauf, einen geeigneten Betreuungsplatz zu erhalten“, so Unterdorfer-Morgenstern. NEOS setzen sich schon lange dafür ein, dass Frauen einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem ersten Geburtstag bekommen.

„Damit einher geht der flächendeckende Ausbau von qualitativ hochwertigen Kinderbetreuungseinrichtungen“, so Unterdorfer-Morgenstern. Denn alles, was Frauen helfe, berufstätig zu sein, wirke sich – neben der persönlichen Selbstbestimmtheit –  auch auf die Höhe der Pensionen aus. Und vor allem in diesem Bereich orten NEOS großen Handlungsbedarf, wenn man die finanzielle Situation österreichischer Frauen im Alter betrachtet.


NEOS beantragen Maßnahmen gegen hohe Frauen-Altersarmut

Denn der Gender-Pensions-Gap liegt in Österreich bei katastrophalen 40 Prozent. 2020 setzen NEOS deshalb bundesweit einen besonderen frauenpolitischen Schwerpunkt zum Thema Altersarmut, informiert der Kärntner Landessprecher. 
Gründe dafür sind ungleiche Entlohnung während der Erwerbstätigkeit sowie längere Erwerbsunterbrechungen durch Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen, die Folge sind Kleinstpensionen von wenigen hundert Euro, mit denen überdurchschnittlich viele Frauen dann auskommen müssen.

„Im 21. Jahrhundert geht es Kärnten durch wirtschaftliche, technologische und gesellschaftliche Entwicklungen so gut wie nie. Es ist absurd, dass in einer solchen Zeit es für Mütter ungleich schwieriger ist als für Väter, ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften, mit dem sie unabhängig von ihrem Partner abgesichert sind!“

Unterdorfer-Morgenstern informiert, dass NEOS nun im Nationalrat ein Antragspaket gegen Altersarmut von Frauen einbringen. Die wesentlichen Punkte:


Ein automatisches Pensionssplitting, das Pensionsbeiträge beider Elternteile automatisch 50:50 aufteilt, um so zu erreichen, dass beide sich gleichermaßen in Sachen Kinderbetreuung einbringen. Inklusive Opt-Out-Möglichkeit für jene, die das nicht möchten. 


Eine jährliche Pensionskontomitteilung für Frauen soll mehr Bewusstsein schaffen, wie sich das aktuelle Beschäftigungsausmaß langfristig auf die Pension auswirkt.
Gleiche Aufteilung von Karenzzeiten für beide Elternteile, um die Beteiligung von Vätern an der Kindererziehung zu erhöhen und auch die anrechenbaren Pensionszeiten anzugleichen. Die Zeiten können unabhängig vom Partner in Anspruch genommen werden, der volle Anspruch kann nur konsumiert werden, wenn auch der andere Elternteil in Karenz geht.


Ein Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem ersten Geburtstag hilft Frauen berufstätig zu sein, was sich wiederum auf die Höhe der Pensionen auswirkt. Weiters sollen pflegende Angehörige – meist Frauen – Unterstützung erfahren. 


Gleichberechtigung am Arbeitsmarkt und echte Lösungen vor allem im Bildungsbereich gegen jegliche Form von Diskriminierung sind weitere Punkte.