NEOS - unternehmerisches Kärnten tritt bei WK-Wahl an

16. January 2020

Transparenz, Entlastung der KMU und die Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft: „NEOS – unternehmerisches Kärnten (UNOS)“ setzen sich für moderne, schlanke Kammer ein.

NEOS für Unternehmen

Am 4. und 5. März wählen Kärntens Unternehmen ihre Vertretung bei der Wirtschaftskammerwahl. „NEOS – unternehmerisches Kärnten (UNOS)“ stellt sechs Kandidaturen in fünf Fachgruppen. Der UNOS-Landessprecher und Klagenfurter Unternehmer Christian Weinhold erklärt: „Wir von ,NEOS – unternehmerisches Kärnten (UNOS)‘ setzen uns für stärkere Transparenz innerhalb der Wirtschaftskammer ein. Wir fordern eine lückenlose Offenlegung der Kammerfinanzen und einen detaillierteren Rechenschafts-Bericht für alle Mitglieder. Auch das Mitspracherecht der Mitglieder bei der Verwendung der Rücklagen muss erweitert werden.“

Eine wesentliche Forderung der „NEOS – unternehmerisches Kärnten (UNOS)“ ist das Ende der Zwangsmitgliedschaft und der Wandel der Kammer in eine moderne Service-Organisation. Weinhold: „Die Wirtschaftskammer muss in eine noch serviceorientiertere Organisation umgebaut und hinsichtlich tatsächlicher Unternehmenspraxis modernisiert werden. Hin zu einer lebendigen Interessenvertretung, in der Kärntens Unternehmer gerne und dann auch freiwillig Mitglied sind.“ 

NEOS tritt erstmals bundesweit an

Erstmals tritt NEOS – Unternehmerisches Österreich (UNOS) in allen Bundesländern bei den Wirtschaftskammerwahlen an: mit über 1.000 gesammelten Unterstützungserklärungen und mehr als 300 Kandidatinnen und Kandidaten in mehr als 100 Fachgruppen. NEOS fordern die Halbierung der Kammerbeiträge und des Verwaltungsapparates, die Abschaffung der Kammerumlage 2 und die Modernisierung und Aufwertung der Lehre.

Kärntner Kandidaten auf einen Blick

Christian Weinhold kandidiert in der Fachgruppe 301 (Lebensmittelhandel) sowie Fachgruppe 302 (Tabaktrafikanten). 
Seit sieben Jahren führt Weinhold das Piccolino in der Kraßniggstraße in Klagenfurt und stellt die Versorgung der umliegenden Anrainer sowie der vielen Mitarbeiter des Klinikums Klagenfurt sicher.

Ing. Hermann Bärntatz, MAS, MTD kandidiert in der Fachgruppe 704 (UBIT).
Seit 20 Jahren ist der Spittaler als Unternehmensberater und Firmencoach erfolgreich. Schwerpunkt seiner Tätigkeit sind Trainings in den Bereichen der Führungskräfteentwicklung und der Vertriebsmitarbeiter.

Mag. Markus Unterdorfer-Morgenstern kandidiert in der Fachgruppe 707 (Immobilien- und Vermögenstreuhänder). Seit 2006 ist er in der Immobilienbranche selbstständig, seit rund vier Jahren ist er mit „Lebensraum Immobilien“ als selbstständiger Immobilienmakler in Seeboden tätig.

Ing. Wolfgang Stauder kandidiert in der Fachgruppe 704 (UBIT) sowie Fachgruppe 314 (Handel mit Maschinen, Computersystemen, technischem und industriellem Bedarf). Seit 2008 ist der Finkensteiner Geschäftsführer der Lanexpert OG (Soft- und Hardwarehandel sowie System- und Netzbetreuung). Seit 2010 ist der IT-Trainer und gerichtlich beeidete Sachverständige auch Geschäftsführer des Schulungsunternehmens TE Trainexpert GmbH und spezialisiert auf IT-Trainings.

Kärntner Kandidaten im Detail: 
Verwaltung und Lohnnebenkosten senken

NEOS-Landessprecher Markus Unterdorfer-Morgenstern kandidiert in der Fachgruppe der Immobilienberater und Vermögenstreuhänder. Seit 2006 ist er in der Immobilienbranche als selbstständiger Immobilienmakler in Seeboden tätig. Unterdorfer-Morgenstern fordert vor allem eine Entlastung für die Klein- und Mittelbetriebe: „Es muss für die Unternehmer eine spürbare Vereinfachung in Sachen Bürokratie stattfinden. Auch wenn es Bemühungen gibt – es ist zu wenig, wenn Wirtschaftstreibende ein vielfaches ihrer Zeit in sinnlosen Verwaltungsaufwand stecken müssen. Vor allem, da dies in den meisten Fällen weder der Verbesserung von Produkten noch der Kundenorientierung nützt.“ Eine weitere wesentliche Entlastung sieht Unterdorfer-Morgenstern in der Senkung der Lohnnebenkosten, „damit Betrieben, den Arbeitgebern im Land, auch künftig der Mitarbeiter- und Jobausbau ermöglicht wird“.
Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels betont Unterdorfer-Morgenstern zudem: „Mehr denn je gilt es, die Rahmenbedingungen in Kärnten zu verändern, damit die Menschen im Land bleiben. Das beginnt bei wesentlichen Dingen, wie dem Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen und einem Anspruch auf Kinderbetreuung ab dem 1. Lebensjahr, geht über den verstärkten Ausbau der digitalen Infrastruktur in den Gemeinden bis hin zur Schaffung moderner Berufsbilder und einer Aufwertung der Lehre durch flexiblere Anschlussmöglichkeiten.“

Transparenz und 
Kostenwahrheit gefordert

Der Spittaler Unternehmersberater Hermann Bärntatz tritt für NEOS in der Fachgruppe UBIT an. Er setzt sich ein für Transparenz, Kostenwahrheit und das Prinzip der Freiwilligkeit. „Zwang ist stets mit etwas Negativem verbunden. Die Wirtschaftskammer muss moderner, flexibler, digitaler und schlanker werden, um den Unternehmern im Land tatsächlich jene Service-Organisation sein zu können, die sie in ihrem betrieblichen Alltag benötigen.“ 
Der Verwaltungsapparat der Wirtschaftskammer ist überbordend groß, „die Pinken setzen sich deshalb auch für dessen Halbierung ein“, so Bärntatz. 
Weiters sieht Bärntatz ein Versäumnis in der Nutzung von Synergien bestehender Infrastrukturen und Bildungseinrichtungen. „HTLs, Fachberufschulen, aber auch WIFI und Co. müssen ihre Einrichtungen und Maschinen alle teuer erhalten, sind aber teils nicht ausgelastet. Hier gilt es, deutlich bessere Synergien zwischen, Schule, Lehre und Wirtschaft zu schaffen.“

Wolfgang Stauder, Geschäftsführer der Lanexpert OG sowie TE Trainexpert GmbH, kandidiert in den Fachgruppen UBIT sowie Maschinen- und Technologiehandel. Der Finkensteiner IT-Trainer verfolgt das Motto „Taten statt warten“. Auch für Stauder ist die Transparenz innerhalb der Kammer ein wesentliches Kernthema: „Die Finanzen der Wirtschaftskammer müssen gänzlich offengelegt werden, es braucht weiters einen detaillierten Rechenschaftsbericht für alle Mitglieder.“