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Rund 1.200 Lehrabbrüche im Jahr 2020

28. Mai 2021

Mit rund 1.200 Lehrabbrüchen im Jahr 2020 verzeichnet Kärnten einen Rückgang im Vergleich zu den beiden Jahren davor. Unterdorfer-Morgenstern: „Von diesem Rückgang darf man sich nicht täuschen lassen, er ist der Corona-Pandemie geschuldet und die Zahlen sind immer noch hoch. Umso mehr gilt es jetzt für einen echten Neustart und bessere Chancen für Jugendliche, die grundlegenden Ursachen zu analysieren und dieser Entwicklung entgegenzuwirken!“

1.243 – so viele Lehren wurden im Jahr 2020 in Kärnten abgebrochen. Deutlich weniger, als noch in den beiden Jahren zuvor; 2018 verzeichnete Kärnten 1.434 gelöste Lehrverhältnisse, 2019 waren es 1.428. „Der Rückgang der abgebrochenen Lehren im Jahr 2020 ist aller Wahrscheinlichkeit nach der Corona-Pandemie geschuldet“, ist NEOS-Landessprecher Markus Unterdorfer-Morgenstern überzeugt. Zumal sich die Zeitpunkte und Gründe für die Auflösung eines Lehrverhältnisses auch nicht verändert oder verschoben haben. 
„Nach wie vor werden die meisten Lehrverhältnisse in Kärnten innerhalb der ersten drei Monate, also der Probezeit, sowie bis zum Ende des ersten Lehrjahres gelöst“, weiß Unterdorfer-Morgenstern aus der aktuellen parlamentarischen Anfrage von NEOS-Nationalrat Gerald Loacker zu Lehrauflösungen.

In Kärnten gab es 2020 laut Statistik der Wirtschaftskammer-Lehrlingsstelle 7.232 Lehrlinge. 483 Lehrverhältnisse wurden innerhalb der ersten drei Monate aufgelöst (2019: 545), zwischen dem 4. und 12. Monat waren es 391 (2019: 468).

Von dem nunmehrigen Rückgang an Lehrauflösungen dürfe man sich nun nicht täuschen lassen. Denn trotzdem sind die Zahlen hoch. „In Salzburg beispielsweise gibt es insgesamt rund 1.000 Lehrlinge mehr als in Kärnten – 2020 waren es 8.344 –, und dabei deutlich weniger Lehrabbrüche, mit 988 nämlich etwa 26%“, zeigt der NEOS-Landessprecher auf.

Umso wichtiger für ihn, dass man die Lehrabbrüche nun genauer unter die Lupe nimmt. „Neben Monitoring und Maßnahmen des Landes Kärnten ist hier insbesondere die Bundesregierung in der Pflicht, einen umfassenden Analysebericht vorzulegen und Maßnahmen auszuarbeiten, um dieser Entwicklung entgegenzutreten. NEOS wollen zudem erreichen, dass es mit einer Lehre – noch besser als bisher – möglich wird, in einen anderen Beruf oder ein Studium umzusteigen“, appelliert Unterdorfer-Morgenstern abschließend.

 

(Die Zahlen der Lehrauflösungen stammen aus einer parlamentarischen Anfrage von NEOS-Nationalrat Gerald Loacker