NEOS KÄRNTEN FORDERT...

Stopp der Lebendtiertransporte ins Ausland

20. February 2019

Jährlich werden Millionen Zucht- oder Schlachttiere über große Entfernungen zwischen EU-Mitgliedstaaten und Drittländer transportiert. Der Transport setzt die Tiere unter Stress, da er sie über Stunden mit mehreren Faktoren wie etwa wenig Platz, Temperaturschwankungen, einem eingeschränkten Futter- und Wasserangebot und den Bewegungen des Fahrzeugs konfrontiert.

Stoppen wir die Lebendtransporte für die lokale Wirtschaft und die Tiere

„Wir fordern, deshalb einen sofortigen Stopp der Lebendtransporte ins Ausland sowie einen Exportstopp von Rindern über die EU-Grenzen hinaus. Denn es darf nicht sein, dass Tieren aus unseren Bundesländern der weite Transport z.B. in die Türkei oder nach Russ­land, zugemutet wird,“ stellt Christian Pirker, NEOS Kärnten EU-Kandidat, mit Nachdruck fest, „Auch, dass sie damit in Länder gelangen, in denen es keine mit den österreichischen vergleichbaren Tierschutzstandards gibt, ist nicht akzeptabel.“

Es wurde festgestellt, dass der Zustand der Tiere sehr viel häufiger vor und nach dem Transport kontrolliert wird, als während des Transports. Die meisten Kontrollen erfolgen im Schlachthof und betreffen in erster Linie Kurzstreckentransporte.

NEOS Kärnten äußert sich auch besorgt angesichts der zahlreichen Berichte, die darauf hinweisen, dass Tiere sowohl auf dem Land- als auch auf dem Seeweg in für den Transport lebender Tiere ungeeigneten Fahrzeugen auf sehr langen Strecken befördert werden. Das führe zu unnötigem Leid bei den Tieren.

„Es sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass der Transport von Fleisch und anderen tierischen Erzeugnissen technisch einfacher und ethisch besser zu vertreten ist, als die Beförderung lebender Tiere zu reinen Schlachtzwecken“, schlägt Christian Pirker als Lösung des Problems der Lebendtransporte vor. Dies hat auch einen wirtschaftlichen und kontrollierenden Faktor für das jeweilige Bundesland. Die Fleischverarbeitung, die Transportvorbereitung, die Kontrolle über die Haltungs- und Schlachtbedingungen bleiben im wahren Erzeugerland.

Doch auch innerhalb der Europäischen Union und Erzeugerländer sollte es zu Beschränkungen kommen: „Die Transportwege sollten zeitlich begrenzt werden, nicht kilometermäßig. Eine angemessene Anzahl von Stunden in einem Lebendtiertransporter muss eingeführt werden, damit wirklich tierschutzgerecht gehandelt wird.“

Bis es zur Umsetzung dieser Vorschläge durch die EU kommt, fordert Christian Pirker konkret: „Rein theoretische Überprüfungen sind nicht ausreichend, um zu kontrollierende Angaben und Sachverhalte wirklich beurteilen zu können. Hier bedarf es, genaueren Kontrollen und Prüfungen der tatsächlichen Abläufe in der Praxis. Über Amtshilfe hätten diese tierwohlwidrigen Transporte seitens des Landes schon längst abgestellt werden können. Wir fordern die Landesregierung auf, sich dafür einzusetzen und alle Möglichkeiten auszuschöpfen, dass die Amtstierärzte des Landes angewiesen werden, zu sämtlichen von ihnen abzufertigenden Tierverladungen ins Ausland ihre für den jeweiligen Bestimmungsort zuständigen Amtskollegen um Amtshilfe zu ersuchen, dass am Bestimmungsort bei Einlagen der Tiere deren Gesundheitszustand und die fachgerechte Transportabwicklung tierärztlich nachgeprüft und die Prüfungsergebnisse den Amtstierärzten rückgemeldet werden.“