Direkt zum Inhalt

* Pflichtfelder

Tu was! Spenden NEOS braucht dich Mitglied werden

Schienen ins nichts

Kärntner Landesabteilungen auf Bezirke aufteilen

« Zurück zur Übersicht

Schienen ins nichts

21.10.2016 Marcel MILD

Es sind nicht immer die Berge schuld, die Verbindungen erschweren. Allerdings spielt die geografische Lage eine wesentliche Rolle, wenn die Menschen eine Region verlassen. Abgelegenheit erhöht die Abwanderung. Mangelt es an Arbeitsplätzen, bleibt die halbe Familie zurück. Die Kinderbetreuung endet zu Mittag, die Fortbewegung hängt vom Auto ab und wer eine höhere Ausbildung sucht, muss weite Kreise ziehen. Nach dem Zusperren von Post und Kaufhaus folgt die Ausdünnung der Banken und Geldinstitute. Periphere Lagen verlieren an Köpfen und Kontakten.

Dass es aber auch Wege und Konzepte gibt, die sich dem Trend der Landflucht widersetzen, beweisen österreichische Initiativen auf unterschiedlichsten Ebenen. Die einen investieren in Wissenschaft und Forschung, die anderen setzen auf kreative und künstlerische Einrichtungen, die nächsten spezialisieren sich auf land- und forstwirtschaftliche Produktion und wieder andere fördern den sozialen Bereich.

Die Gemeinden profitieren von ihren Einwohnern_innen – diese im Ort zu halten, ist eine der komplexesten Herausforderungen der Zukunft.

Ob der der ländliche Raum eine Zukunft hat, hängt von vielen Faktoren ab. Zentral ist dass sich die Menschen wohl fühlen. Dazu gehört die Chance auf gute Ausbildung, ausreichend und hochwertige Arbeitsplätze, soziale Absicherung, leistbares Wohnen, das Gefühl der Sicherheit auf solide medizinische Versorgung und uneingeschränkte Mobilität.

 Es gibt kein Patentrezept, aber die Politik kann und muss einige Maßnahmen im Kampf gegen die Abwanderung setzen. Warum etwa nicht einzelne Abteilungen des Landes in die Bezirke verlegen?