
Janos Juvan
Abgeordneter zum Nationalrat
Landessprecher
Gemeinderat Klagenfurt, Klubobmann

Über mich
Vieles, was mich ausmacht, habe ich von meinen Eltern mitbekommen. Meine Mutter ist Kärntnerin, mein Vater wurde im damaligen Jugoslawien geboren. Sie haben mich auf unterschiedliche Weise geprägt. Meine Sommer habe ich oft bei meinem Vater verbracht. Er hatte einen kleinen Selbstversorgerbauernhof, wo ich als Kind alles ausprobieren durfte: Traktorfahren, Fliesen legen und Dachdecken, Stall ausmisten und Schafe versorgen. Aufgewachsen bin ich bei meiner Mutter. Ich hatte eine schöne Kindheit, aber finanziell immer weniger Spielraum als andere um mich herum. Deshalb habe ich schon als Schüler begonnen, regelmäßig neben der Schule zu arbeiten. Meinen ersten Job hatte ich im Reptilien Zoo Happ. Mit dem Geld, das ich dort verdient habe, konnte ich mir die E-Gitarre für meine Band kaufen, die ich mir so sehr gewünscht habe.
Mehrere Dinge gleichzeitig zu machen ist Teil meines Lebens geblieben. Ich war gerade erst 19, als meine Tochter zur Welt gekommen ist, habe studiert, gearbeitet, und die Herausforderungen erlebt, die wohl alle Eltern aus eigener Erfahrung kennen. 2019 habe ich mein Unternehmen gegründet und bin eigentlich erst spät und über Umwegen zur Politik gekommen. Ich bin damals mit Freunden in einem Lokal – KlagenfurterInnen kennen den „Pumpe“ – gesessen und wir haben uns wieder einmal über die Politik geärgert. Und statt nur zu schimpfen, habe ich mich gefragt, ob ich nicht selbst etwas ändern kann.
Jeder ist das Produkt seiner Geschichte. Und so hängt auch mein Antrieb stark mit meiner Biografie zusammen: Ich möchte, dass sich die Menschen wieder aus eigener Kraft etwas aufbauen können. Dieses Aufstiegsversprechen war etwas, woran ich als junger Bursche noch glauben konnte. Aber gilt es heute überhaupt noch? Ohne geerbt zu haben ein Haus zu bauen oder eine Wohnung zu kaufen, ist für viele Menschen mittlerweile völlig außer Reichweite.
Ich will einen schlanken, serviceorientierten Staat, der den Menschen dient, statt ihnen mit teurer Bürokratie auf der Tasche zu liegen. Ich möchte, dass den Menschen endlich weniger von ihrem Einkommen weggenommen wird, dass sie mehr Netto vom Brutto haben und sich so wieder aus eigener Kraft ihre Träume verwirklichen können.
Ich höre von Politikern viel zu oft „Das geht nicht.“ und „Das haben wir immer schon so gemacht.“ Mein Zugang ist ein ganz anderer: Alles lässt sich ändern!

