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Heuplatz - Klagenfurt vorwärts bringen, statt mit faulen Kompromissen im Kreis drehen

Die Diskussion rund um den Heuplatz scheint von einer Angst getrieben zu sein, in fünf Jahren Wählerstimmen zu verlieren, statt zukunftsorientiert die Stadt weiter zu entwickeln.

„Ich bin sehr erstaunt über die Diskussion und die intransparente Entwicklung rund um das Thema Begegnungszone Heuplatz. Die zuständigen Mitarbeiter der Stadt haben der Stadtpolitik ein ganz klares Konzept zur Belebung und Begrünung des Heuplatzes vorgestellt. Dass es dafür notwendig sein soll, zwei Bäume zu fällen, um mehr Begrünung zu schaffen und insbesondere die Flächen zu entsiegeln, scheint natürlich auf den ersten als auch zweiten Blick kein Idealzustand zu sein, zumal ich selbst grundsätzlich immer für den Erhalt von Baumbeständen bin“, erklärt Gemeinderätin Verena Polzer.

Wesentlich ist letztlich, den Heuplatz zu entwickeln und Flächen zu entsiegeln. Diesbezüglich hat es auch eine breite Zustimmung der Klagenfurter Stadtpolitik gegeben.

Der nun – durchaus verständliche - Widerstand aus Teilen der Bevölkerung lässt aber bereits jetzt, fünf Jahre vor der nächsten Gemeinderatswahl, offensichtlich einige Politiker um ihre Wählerstimmen fürchten und man ist nicht bereit dazu, mutige und ganzheitliche Entscheidungen zu treffen. „Nun einen Baum aufgrund des Widerstandes stehen zu lassen, den anderen aber zu fällen, ist ein fauler Kompromiss mit fadem Beigeschmack. Ich frage mich, welche Auswirkungen dieses halbherzige Eingeständnis jetzt auf die Neugestaltung des Platzes hat. Hier tun sich nun viele neue Fragen auf“, ärgert sich Polzer. Bedeutet das jetzt, dass jenes Flächenstück, auf dem der eine Baum stehen bleiben „darf“, nicht entsiegelt werden kann? Oder wird diese Teilfläche trotzdem entsiegelt, was aber dann dazu führen könnte, dass der Baum letztendlich einen langsamen, qualvollen Tod über Jahre hinweg stirbt?

„Wenn die politischen Entscheidungsträger die Begrünung und Entsiegelung der Landeshauptstadt wirklich ernst nehmen, würde man entweder versuchen, das Konzept der Neugestaltung so zu adaptieren, dass beide Bäume erhalten bleiben können oder aber mutig und mit fachlichen Gutachten belegt den Bürgerinnen und Bürgern transparent kommunizieren, dass beide Bäume zwecks Entsiegelung und mehr ,Grün‘ gefällt werden müssen, da sie nicht überleben würden.“

Mit Blick auf fehlende, ganzheitliche Planung kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Der Verein Fahrgast zeigte gestern u. a. via Kleine Zeitung auf, dass es bei der bestehenden, überdachten Bushaltestelle am Heuplatz nach der Adaptierung zu Verschlechterungen für Öffi-Nutzer kommen wird, da im Zuge der Neugestaltung die Überdachung sowie Sitzbank wegfällt. „Zum Einen für die Umwelt die Entsiegelung voranzutreiben, ist löblich. Gleichermaßen aber dabei die Nutzung des öffentlichen Verkehrs unkomfortabler zu machen, ist schlichtweg zu kurz gedacht und offensichtlich nicht bereichsübergreifend und ganzheitlich“, kritisiert Polzer.

Für Polzer ist dieses Beispiel im Kleinen ein Mahnmal für noch viele weitere wesentliche Vorhaben in der Landeshauptstadt: Was bedeutet diese Entwicklung bzw. Diskussion für den angrenzenden Pfarrplatz, der neu gestaltet werden soll?

Gleiches gilt für den Heiligengeistplatz: Wo sind die konkreten Pläne, nachdem vor wenigen Wochen die Umbaumaßnahmen für The Holy präsentiert wurden? Was passiert am Heiligengeistplatz und wann beginnt hier der Bürgerbeteiligungsprozess? „Es geht darum, in Klagenfurt große Lösungen zu schaffen und nicht darum, sich monatelang im Kreis zu drehen, um den - in Wählerstimmen kalkuliert - vielleicht besten, aber letztendlich doch faulsten Kompromiss für eine kleine Fläche wie den Heuplatz bzw. der Begegnungszone Würstelstand zu finden“, schließt Gemeinderätin und Mitglied des Stadtenwicklungsausschusses, Verena Polzer.

„Zum Einen für die Umwelt die Entsiegelung voranzutreiben, ist löblich. Gleichermaßen aber dabei die Nutzung des öffentlichen Verkehrs unkomfortabler zu machen, ist schlichtweg zu kurz gedacht und offensichtlich nicht bereichsübergreifend und ganzheitlich.“

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