Jetzt an Übermorgen denken:

Die Bildungsschere verringern

20. November 2020

NEOS Landessprecher Markus Unterdorfer-Morgenstern: „Trotz der Pandemie und ihren Folgen für uns alle dürfen wir wesentliche Dinge, wie das Wohl und die Zukunftschancen unserer Kinder, nicht aus den Augen verlieren.“

Wie der aktuelle Bericht des Verbands Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit zeigt, hat sich die Lage vieler in Armut lebender oder armutsgefährdeter Kinder und Jugendlicher in Österreich weiter verschlechtert. „Vor allem von den beiden Lockdowns sind diese Altersgruppen besonders betroffen, werden in ihren Bedürfnissen kaum von der Bundesregierung wahrgenommen“, erklärt Markus Unterdorfer-Morgenstern. Kinder und Jugendliche leiden besonders unter den derzeitigen Einschränkungen und viele Auswirkungen der derzeitigen Situation werden wohl erst am Ende der Pandemie spürbar werden, so die Einschätzung der Liga für Kinder- und Jugendgesundheit.

 

Faire Chancen für alle Kinder

„In Österreich wird Bildung immer noch überproportional vererbt und die Aufstiegschancen für Kinder aus sozial-herausfordernden Umfeldern ist leider immer noch unterdurchschnittlich“, bedauert Unterdorfer-Morgenstern. „Wir sollten gemeinsam daran arbeiten, dass wirklich alle Kinder die gleichen Chancen auf Bildung erhalten, denn eine gute Bildung ist die Basis für ein glückliches Leben, erklärt der NEOS-Landessprecher weiter.

„Wir dürfen die Corona-Pandemie nicht nur als Herausforderung betrachten. Nutzen wir sie jetzt gleichzeitig als Chance die Bildungsschere bei Kindern und Jugendlichen zu verringern“, plädiert er.

 

Wichtig dafür sind:

  • Kindergärten mit einheitlichen Standards und ausreichenden Mitteln
  • Lehre als Sprungbrett aufzubauen: Nach der Lehre sollten junge Erwachsene die Möglichkeit bekommen, ein Studium zu absolvieren oder leichter von ihrem erlernten Beruf in einen anderen wechseln zu können.
  • Freiraum für Schulen: Schulen sollten in Zukunft selbst über Finanz- und Personalfragen entscheiden und auch pädagogisch autonom handeln können.
  • Kein Kind ohne Abschluss: Nicht die Zahl der Schuljahre, sondern die erworbenen Kompetenzen sollten die Grundlage für einen Schulabschluss sein, sodass kein Jugendlicher die Schule ohne die Chance auf ein erfolgreiches Leben verlässt.
  • Individuelle Förderung als Basis für herausragende Leistungen – die Schule von morgen sucht Talente und keine Fehler!