Rasche Hilfe und digitales Pilotprojekt für Villachs Pädagog_innen und Schüler_innen

15. April 2020

Zebedin: „In Volksschulen sind manche Lehrerinnen und Lehrer mangels einfachster technischer Lösungen nicht für Schülerinnen, Schüler und Eltern erreichbar. Mit dem Villacher Unternehmen ,HostProfis‘ wollen wir NEOS nun rasche und kostengünstige Lösung anbieten!“

Rasche, kostengünstige Hilfe für Lehrer_innen

Bereits vor Ostern zeigte NEOS Kärnten die stark differenzierenden Verhältnisse im derzeitigen Kärntner Homeschooling auf (zum Blogeintrag).  Unterschiedlichste Qualität, die stark von den technischen Möglichkeiten abhängt, die den Pädagoginnen und Pädagogen zur Verfügung stehen. 

„In Volksschulen erledigen Kinder die vorbereiteten Aufgaben größtenteils analog. Dennoch müssen Lehrerinnen und Lehrer für Eltern erreichbar sein. Das ist aber mangels einfachster technischer Voraussetzungen wie einem Diensthandy oder einer eigenen, offiziellen E-Mail-Adresse nicht in allen Villacher Volksschulen möglich“, erklärt der NEOS-Regionalkoordinator für Villach, Bernhard Zebedin.

Gemeinsames Pilotprojekt mit dem Villacher Unternehmen „HostProfis“

Nun wollen NEOS in Villach gemeinsam mit dem Villacher Unternehmen „HostProfis“ den Pädagog_innen die nötige Technik bereitstellen, die es ihnen ermöglicht, unkompliziert mit ihren Schützlingen in Kontakt zu treten.

Zebedin: „Am Karfreitag hat Landeshauptmann Peter Kaiser noch in einer Pressekonferenz gesagt, er wolle notfalls die Pädagoginnen und Pädagogen mit Handys ausstatten. Eine kostengünstigere und effizientere Variante ist eine Voice-over-IP-Lösung, mittels derer Lehrkräfte über eine zusätzliche, neu vergebene Rufnummer auf ihrem Privathandy jederzeit erreichbar sind, ohne ihre eigene, persönliche Nummer bekanntgeben zu müssen. Somit wird auch ihre Privatsphäre geschützt.“

Bereitstellen würde diese Lösung das Villacher Unternehmen HostProfis. „Um rasch zu helfen, würden der Unternehmer Ing. Mario Oberdorfer und sein Team das vorerst kostenlos anbieten“, informiert Zebedin. Dieses sogenannte 3CX-Telefonsystem kann aber noch viel mehr, wenn gewünscht, informiert Zebedin: „Es ist nicht nur eine Telefonnebenstelle, es ermöglicht auch Videokonferenzen und hat zudem ein Präsentationssystem integriert.“ 

Zebedin: „Das Land Kärnten war in den vergangenen Jahren besonders bemüht, für die Wirtschaft die Digitalisierung und den Breitbandausbau voranzutreiben. Der Digitalisierung der Schulen hingegen wurde bis dato keine Bedeutung beigemessen, dies wird stiefmütterlich behandelt.
Und gerade in diesem Sektor, in dem die Fachkräfte, Unternehmerinnen und Unternehmer, die Wissenschafterinnen und Wissenschafter sowie kreativen Köpfe von morgen groß werden, ist das einfach nicht tragbar und im 21. Jahrhundert auch nicht mehr nachvollziehbar.“

Es wird Zeit, die längst anstehende Modernisierung zu starten

Zebedin, selbst IT-Profi, gibt abschließend noch zu bedenken: „Aktuelle Lösungen in den Schulen sind Großteils veraltet und verursachen mitunter hohe Wartungskosten. Die Schulen werden in den kommenden Jahren also ohnehin einen Modernisierungsprozess durchlaufen müssen.

Mit modernen Lösungen können Schulen nicht nur die derzeitige Situation besser bewältigen, sondern auch notwendige zukunftsweisende Technologien in die Klassenzimmer bringen. Das bringt neben der Flexibilität und zusätzlichen Chancen für Pädagoginnen, Pädagogen sowie Schülerinnen und Schüler auch beträchtliche Einsparungen mit sich. Geld, dass man anderweitig für die Schule einsetzen kann.“

Unterdorfer-Morgenstern: Flexibler agieren und externes Know-how nutzen

NEOS-Landessprecher Markus Unterdorfer-Morgenstern hebt hervor: „Kein Kind zurücklassen ist eine der wesentlichen Forderungen von NEOS. Das Wohl und die Chancengleichheit für alle Kinder müssen auch während der Corona-Katastrophe im Mittelpunkt stehen. Das bedeutet für die Regierungsverantwortlichen und Bildungsdirektionen, gewohnte – und entsprechend bequeme – Muster aufzubrechen, flexibler zu werden, zukunftsträchtiger zu agieren.

Sie müssen über den Tellerrand hinaussehen, das vorhandene und qualitativ hochwertige Know-how externer Partnerinnen und Partner sowie Bildungseinrichtungen nutzen. Die effiziente Lösung in Villach und das Engagement eines lokalen Technologie-Unternehmens vor Ort zeigen im regionalen, wie es gelingen kann.“