
NEOS Kärnten: Doppelbudget im Bund zeigt, worauf es jetzt ankommt – Kärnten muss endlich nachziehen

Die angekündigte Novelle des Kärntner Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes greift für die NEOS Kärnten weiterhin zu kurz. Besonders die fehlende Wahlfreiheit für Eltern bleibt ungelöst.
„Eltern müssen selbst entscheiden können, welche Betreuungseinrichtung am besten zu ihrem Kind und ihrem Alltag passt. Dass Familien weiterhin an Gemeindegrenzen gebunden sind, ist nicht zeitgemäß“, kritisiert NEOS-Bildungssprecherin Iris Glanzer. Die nun geplanten Ausnahmen seien nicht ausreichend. „Die Lösung liegt in einem modernen Finanzierungssystem, bei dem das Geld mit dem Kind mitwandert – unabhängig davon, welche Einrichtung besucht wird.“
Positiv sehen die NEOS das Festhalten an kleineren Gruppengrößen. Gleichzeitig brauche es hier deutlich mehr Mut. Die NEOS fordern maximal 18 Kinder pro Kindergartengruppe sowie maximal 12 Kinder in Krippen- und KITA-Gruppen.
„Kleinere Gruppen sind entscheidend, damit ausreichend Zeit für individuelle Zuwendung und Förderung der Kinder gegeben ist. Das ist auch in Hinblick auf die Sprachförderung für Kinder mit Deutschschwierigkeiten essenziell“, betont Glanzer. Gleichzeitig müsse der Beruf der Elementarpädagogin bzw. des Elementarpädagogen endlich deutlich aufgewertet werden.
Finanziert werden soll der Ausbau der Elementarpädagogik laut NEOS über strukturelle Einsparungen in Politik und Verwaltung – etwa durch eine Halbierung der Parteien- und Klubförderung in Kärnten, stärkere Gemeindekooperationen sowie mehr Digitalisierung in der Verwaltung und das Nichtnachbesetzen von Pensionierungen.
„Gute Bildung beginnt im Kindergarten. Jeder Euro, den wir dort investieren, kommt später doppelt und dreifach zurück“, so Glanzer abschließend.