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Mehr "echte Männer" braucht das Land

NEOS-Landessprecherin Inda Collini und NEOS-Landessprecher Markus Unterdorfer-Morgenstern sind sich einig: "Es braucht mehr 'echte Männer' in Österreich, denn es erfordert eine mutige Haltung der Männer, um die Ungleichbehandlung von Frauen endlich zu beenden."

Anlässlich des internationalen Frauentags am 8. März verweist NEOS-Landessprecherin Indra Collini auf die gestiegenen Herausforderungen für Frauen.  Die altbackenen Geschlechterrollen seien durch die Krise massiv verstärkt worden. „Corona hat Niederösterreichs Frauen enorm belastet. Es waren nämlich hauptsächlich Frauen, die das Homeschooling neben dem Homeoffice geschultert haben. Zudem haben sie am Arbeitsmarkt, wo jetzt deutlich mehr Frauen als Männer ihre Jobs verlieren, häufig das Nachsehen gegenüber ihren männlichen Kollegen.“

 "Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie belastet nach wie vor vorwiegend Frauen. Während der Corona-Pandemie wurde diese Belastung noch größer", weiß Markus Unterdorfer-Morgenstern.

Für Collini und ihn sei es höchst an der Zeit tradierte Rollenbilder in Frage zu stellen. „Die Gesellschaft verändert sich und damit auch die gelernten Rollen von Männern und Frauen. Damit wir bei der Gleichstellung Schritte nach vorne machen, braucht es echte Männer. Die motivieren Frauen zu einer beruflichen Karriere, stellen sie in Führungspositionen ein oder finden es cool, wenn die Partnerin beruflich erfolgreicher ist. Echte Männer helfen aber auch im Haushalt und gehen ganz selbstverständlich in Karenz. Für diese positive gesellschaftliche Veränderung muss aber auch die Politik einen Beitrag leisten und endlich die Kinderbetreuung in Niederösterreich massiv ausbauen. Damit steht und fällt die Chance einer wirtschaftlichen Gleichstellung der Frauen“.

 NEOS starten Aktion #choosetochallenge

 Zum Internationalen Frauentag starten NEOS die Aktion #choosetochallenge. Auf der Plattform neos.eu/Frauen werden Frauen aufgefordert, über ihre Herausforderungen in der Krise zu berichten und sich kritisch mit Rollenbildern auseinanderzusetzen. „Wir holen mutige Frauen vor den Vorhang, die sich trauen den Status Quo der Frau in Niederösterreich in Frage zu stellen, aus ihren Leben zu berichten und zu erklären, was es aus ihrer Sicht für eine Stärkung der Frau in der Gesellschaft braucht“, so die NEOS-Landessprecherin.

 Generell seien die Herausforderungen für Frauen auch aufgrund eines sehr festgefahrenen Rollenbildes in Niederösterreich groß. „Das merken auch wir Frauen in der Politik. Zwar werden wir im Land von einer Landeshauptfrau regiert. Allerdings sitzen männliche Machtpolitiker fest im Sattel und haben sichtlich Probleme damit, wenn sich starke und selbstbewusste Frauen politisch äußern.“

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