Sara Schaar muss bei Windkraft und PV endlich in die Gänge kommen, statt immer nur zu blockieren

14. Juni 2022

Dass SPÖ-Umweltreferentin Sara Schaar sämtliche innovativen Ansätze zum Ausbau der erneuerbaren Energien ablehnt, stößt bei NEOS-Landessprecher Janos Juvan auf Unverständnis: „Ich wünsche mir für unser Bundesland Kärnten Politiker_innen, die die Energiewende mutig und progressiv angehen. Die zuständige Landesrätin empfiehlt sich mit ihrer konservativen Haltung aber eher für den ÖVP-Seniorenbund, als für die Aufgabe, die Energiewende in Kärnten politisch voranzutreiben.“

Der jüngste Vorstoß von Umweltministerin Leonore Gewessler, die Zulassungsverfahren für Windkraftanlagen zu vereinfachen, stieß gestern in Kärnten auf große Gegenwehr bei Umweltreferentin Sara Schaar. Das geplante Gesetz – Umweltverträglichkeitsprüfungen für Windräder auch ohne vorherige Flächenwidmung durchführen zu können - nimmt den Bundesländern zwar teilweise Kompetenzen ab, wäre jedoch eine Maßnahme, um die Windenergie in Kärnten rascher ausbauen zu können.

Umso unverständlicher ist für NEOS-Landessprecher Janos Juvan, das kategorische und vehemente Ablehnen Schaars aller innovativer Vorschläge, die aktuell vorgebracht werden.  „Nachdem das Land Kärnten in Sachen Energiewende in den letzten Jahren einfach einiges verschlafen hat, darf man sich nicht wundern, wenn der Druck vom Bund in der aktuellen Situation nun erhöht wird. Man hat ja ohnehin schon zu lange tatenlos zugesehen.“

Konservatives Verhalten Schaars 
lähmt Kärntens Entwicklung

Schon in den vergangenen Wochen verwunderte Schaar mit ihren Aussagen im Zuge eines Energie-Gipfels, zu dem die Kelag geladen hatte und von dem die Kleine Zeitung unlängst berichtet hat. Schaar betont aktuell bei jeder Gelegenheit, dass sie die Diskussion um die Energiewende ablehnt und sie weiterhin ausschließlich auf den alte Energiemasterplan setzt. Juvan: „Einzig und allein auf einen zehn Jahre alten Energiemasterplan zu setzen, der noch dazu 2025 ausläuft, ist alles andere als ein progressiver Ansatz in Sachen Klimapolitik.“

Energiewende endlich als Game-Changer für Kärnten verstehen

Die Energiewende muss laut Juvan als Game-Changer verstanden werden. Nämlich, Energie in Kärnten zu erzeugen, die im Land durch Forschung, Infrastruktur und Erzeugung für hohe Wertschöpfung sorgt, statt russisches Gas und schmutzigen Strom zu importieren. „Dazu müssen aber Energieformen und Mittel auf allen Ebenen ausgebaut und genutzt werden, die möglich sind: z. B. Wasserkraft, Photovoltaik auf Dächern und auf Freiflächen, Geothermie – und eben auch die Windenergie. Wenn die zuständige Landesrätin hier nicht bald in die Gänge kommt, ist Landeshauptmann Peter Kaiser in der Pflicht, das Thema zur Chefsache zu machen.”

“Ich will nicht, dass Kärnten von ausländischen Autokraten abhängig ist“

Nur so kann es gelingen, möglichst unabhängig von Gas zu werden und sämtliche Haushalte wie auch Unternehmen in Kärnten mit einem perfekt abgestimmten und nachhaltigen Energiemix zu versorgen. „Die Versorgungssicherheit ist ebenso wichtig, wie die Leistbarkeit von sauberer Energie. Beide Punkte hätte ich lieber in heimischer Hand, als vom  Wohlwollen ausländischer Autokraten abhängig zu sein“, so Juvan.

Ein Festhalten an alten Mustern habe hingegen zur Folge, dass die Energiewende nicht gelingen wird. „Das bedeutet sowohl wirtschafts- als auch klimapolitisch ein Desaster! Ich wünsche mir für unser Bundesland Kärnten Politiker, die die Energiewende mutig und progressiv angehen. Leider ist es in der herrschenden Politik das genaue Gegenteil der Fall.  SP-Landesrätin Schaar empfiehlt sich mit ihrer konservativen Haltung eher für den ÖVP-Seniorenbund, als für die Aufgabe, die Energiewende in Kärnten politisch voranzutreiben“, schließt Juvan.