Schulstart-Pakete für das Josefinum in Viktring

02. October 2020

Über den Sommer sammelten NEOS mithilfe von Kärntner_innen und Unternehmer_innen Schultaschen, gefüllte Federpenale, Malutensilien und vieles mehr, um daraus Schulstart-Pakete für Familien zu schnüren. Die fertigen Pakete wurden gestern dem sozialpädagogischen und therapeutischen Zentrum Josefinum in Viktring übergeben.

Aufgrund des Schulstartes stoßen viele Kärntner Familien jedes Jahr auf neue an ihre Grenzen – und das nicht nur in Zeiten von Covid-19. Deshalb haben NEOS Kärnten über den Sommer Kärntner_innen und Unternehmer_innen um Hilfe gebeten und fleißig Rucksäcke, gefüllte Federpenale, Zirkel, Mal-Utensilien und vieles mehr gesammelt, um daraus Schulstart-Pakete für Familien zu schnüren, die es benötigen können. Allem voran haben sich besonders viele Betriebe aus dem Gailtal engagiert, wie etwa „s’Biachakastl“ aus Kötschach-Mauthen, Barbara Klauß, die Bäckerei Matitz sowie drei engagierte Privatpersonen, da die NEOS-Regionalkoordinatorin Angelika Matitz sich im Gailtal stark für diese gute Sache engagiert hat.

Schulstart-Pakete ans Josefinum gespendet

Jetzt rund um den Schulstart haben NEOS mit zwei mehr als prall gefüllten Kartons das sozialpädagogische und therapeutische Zentrum Josefinum in Viktring mit vielen Dingen rund um den Schulbedarf bedacht. Direktorin Petra Arnusch und Pressereferentin Karin Stromberger haben Federpenale, Rucksäcke & Co. dankend entgegengenommen und werden sie an die ca. 100 Kinder und Jugendlichen, die im Josefinum sind, verteilen.

Das sozialpädagogische und therapeutische Zentrum Josefinum in Viktring begleitet seit Jahrzehnten Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer Lebensgeschichte dringend sozialpädagogische, psychologische und therapeutische Hilfe benötigen, auf ihrem Weg in ein eigenständiges Leben. Rund 100 Kinder und Jugendliche werden im Zentrum Josefinum in fünf Häusern und zehn Kleingruppen von Sozialpädagog_innen betreut und Schritt für Schritt in die Selbstständigkeit geführt.

Kinder sind unsere Zukunft

NEOS-Landessprecher Markus Unterdorfer-Morgenstern betont in diesem Zusammenhang nochmals die Wichtigkeit der Arbeit, die die rund 80 Pädagog_innen, Psycholog_innen und Betreuer_innen im Josefinum leisten. „Sie begleiten Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben, stärken und motivieren sie, helfen ihnen dabei an sich und ihre Stärken zu glauben sowie ihre Potentiale zu entfalten. Kinder sind in vieler Hinsicht unsere Zukunft und sollten allein aus diesem Grund einen besonderen Stellenwert in unserer Gesellschaft einnehmen. Deshalb war es uns ein ganz besonderes Anliegen, diese Einrichtung zu unterstützen“, erklärt der NEOS-Landessprecher.

Während dem Besuch von NEOS im Josefinum galt die Aufmerksamkeit jedoch nicht nur den Schulstart-Paketen. „Corona stellte uns alle vor große Herausforderungen. Es wird jedoch kaum darüber berichtet, wie die verschiedenen Maßnahmen die Arbeit von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern erschwerten. Nur durch ihren unermüdlichen Arbeitseinsatz und ihr Engagement konnten sie auch während der Krise für andere da sein“, erklärt Janos Juvan, Bewerber für die Spitzenkandidatur zur Gemeinderatswahl in Klagenfurt. Für ihn steht fest: „Der Einsatz von Menschen im sozialen Bereich muss viel weiter in den Vordergrund rücken und entsprechend gewürdigt werden. Nicht nur in Zeiten der Pandemie, sondern auch in Zukunft.“

Wünsche an die Politik

Die Arbeit im Kinder- und Jugendbereich ist enorm wichtig, sind sich NEOS-Vertreter und die Direktorin des Josefinums, Petra Arnusch, einig. Die Direktorin wünscht sich mehr Sichtbarkeit und Anerkennung im Bereich der sozialen Arbeit und nennt auch gleich ein Beispiel: „In Zeiten von Corona haben alle von den Helden des Alltags gesprochen. Die Arbeit von Sozialpädagogen, die in dieser Zeit auch vor besonderen Herausforderungen standen, hat man nicht im gleichen Maß gewürdigt.“

Zudem würde sich Arnusch über mehr Unterstützung für die Präventionsarbeit im Sozialbereich freuen. Natürlich stehe der Schutz des Kindes immer im Vordergrund, doch die frühe Hilfe zur Selbsthilfe in Familienverbänden müsse gestärkt werden. „Leider ist es nach wie vor ein Tabu-Thema, dass eine Frau auch einmal um Hilfe schreien und sagen kann, dass sie überfordert ist“, erklärt Arnusch beim Besuch von NEOS.

Zudem wünscht sich die Direktorin, dass die nachhaltige Begleitung von Kindern und Jugendlichen nach sozialen Betreuungen gestärkt wird und finanzielle Mittel besser umverteilt werden. So sollten auch sogenannte „Careleaver“, also all jene die aus der sozialen Betreuung ausscheiden, weil sie eine Lehre abgeschlossen, die Volljährigkeit erreicht haben und ins eigenständige Leben entlassen werden, weiterhin Unterstützung in Anspruch nehmen können.

„Bildung liegt uns NEOS in jedem Fall ganz besonders am Herzen. Es ist uns wichtig, dass kein Kind zurückgelassen wird und alle – und das chancengleich - von den Vorteilen einer qualitätsvollen Bildung profitieren können“, betont Unterdorfer-Morgenstern abschließend.