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10 Jahre zweisprachige Ortstafeln: "Aktives Miteinander und gegenseitigen Respekt ausbauen"

Unterdorfer-Morgenstern: „Mehrsprachigkeit und die slowenische Volksgemeinschaft sind ein Teil der Kärntner Kulturlandschaft und müssen auch als solche anerkannt werden. Nicht nur mit topographischen Aufschriften, sondern im gelebten Miteinander.“

Vor genau zehn Jahren, am 26. April 2011, konnte in Kärnten mit der Unterzeichnung des Memorandums zu den zweisprachigen Ortstafeln nach jahrelangen Streitigkeiten ein Kompromiss zwischen der deutsch- und der slowenischsprachigen Bevölkerungsgruppe gefunden werden. Die Einigung bzw. die Ortstafeln selbst sind sowohl Zeichen für ein friedvolles Miteinander als auch dafür, dass Lösungen gefunden werden können, wenn sich alle Beteiligten darauf einlassen, würdigt NEOS-Landessprecher Markus Unterdorfer-Morgenstern das 10-Jahr-Jubiläum dieses Memorandums. Doch: „Die Bereitschaft, an einer positiven Zukunft für Kärnten und allen hier lebenden Menschen zu arbeiten, ist auch weiterhin gefordert. Nur, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen, können wir gemeinsam die Zukunft unserer aller Kinder absichern.“

Im Sinne aller, die Kärnten ihre Heimat nennen, reiche es laut dem NEOS-Landessprecher nicht aus, solcher wiederkehrenden Jubiläen zu gedenken, aber nicht kontinuierlich an Herausforderungen und offenen Punkten zu arbeiten. „Vor allem ist das gelebte Miteinander, die gegenseitige Akzeptanz und der Respekt in den Köpfen der Menschen noch immer nicht vollständig verankert“, erinnert sich Unterdorfer-Morgenstern etwa an die Ortstafel-Beschmierungen Anfang Februar diesen Jahres, die einmal mehr schmerzlich verdeutlicht habe, dass Sprache und Vielfalt der Kulturen hierzulande nach wie vor von manchen nicht als Chance und Verbindendes betrachtet wird, sondern als Bedrohung. „Aus wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und demokratischer Sicht muss die besondere Lage und Situation Kärntens vielmehr als unsere größte Chance und positiver Teil unserer Kulturlandschaft verstanden werden.“

 Wichtiges Symbol, aber der Weg ist noch lang

Die Ortstafeln sind für den Landessprecher ein wichtiges Symbol für Akzeptanz und waren der erste von vielen Schritten in die richtige Richtung. „Was nach dem ersten Zeichen bleibt, ist der oft steinige Weg in eine Zukunft mit echter Veränderung.“

 Streit und Diskurse zwischen einzelnen Interessenparteien werde es auf solchen Wegen der Veränderung immer geben - egal ob zwischen Nachbarn, Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund oder politisch unterschiedlicher Einstellung. „Wichtig ist, wie jeder Einzelne von uns damit umgeht, denn ein respektvolles Miteinander ist nur mit Verständnis, Achtsamkeit und Toleranz anderen gegenüber möglich“, schließt Unterdorfer-Morgenstern.

„Was nach dem ersten Zeichen bleibt, ist der oft steinige Weg in eine Zukunft mit echter Veränderung.“

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