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NEOS Juvan: Müssen täglich daran arbeiten, unsere Gesellschaft in Richtung „Besser“ für uns alle zu entwickeln.

Bürgermeister Christian Scheider soll seine Möglichkeiten laut Stadtrecht einsetzen, um die Umsetzung des Regenbogen-Zebrastreifens im Stadtsenat beschließen zu lassen. Die Stimmenmehrheit scheint gegeben zu sein.

Eine Gesellschaft ist immer in Veränderung. Wir bauen schließlich unsere Häuser auch nicht mehr mit Hammer und Meißel oder schreiben Briefe mit Tinte und Feder. Sich gegen jegliche Veränderungen zu stellen und an Ideologien festzuhalten, die veraltet sind, wird Klagenfurt nicht weiterbringen. Viel mehr müssen wir uns täglich fragen, in welche Richtung wir uns verändern wollen. An genau diesem Punkt verliert das aktuell oft gelesene Argument „Ja, haben wir nichts Besseres zu tun?“ seine Gültigkeit. Wir haben tatsächlich nichts Wichtigeres zu tun, als laufend daran zu arbeiten, dass sich unsere Gesellschaft in die richtige Richtung hin zu einem „Besser“ für uns alle entwickelt.

Der Pride Month hat viel von einem solchen „Besser“ gehabt. Das unwürdige Ende mit den abstoßenden Beschmierungen und Hassparolen im Lendhafen, befeuert durch die Weigerung von Stadträtin Sandra Wassermann, sich diesem Thema ebenfalls zu öffnen, war dann leider ein herber Rückschlag. „Wir NEOS wünschen uns daher vom Bürgermeister, dass er die Umsetzung des Regenbogen-Zebrastreifens zur Chefsache erklärt und die Möglichkeiten des Stadtrechtes ausschöpft, damit ein Beschluss herbeigeführt werden kann. Anschließend plädiere ich für ein gemeinsames Statement aller Parteien als Zeichen unserer Geschlossenheit gegen Intoleranz“, so Klubobmann GR Janos Juvan. Eine bloße Ankündigung des Bürgermeisters bzw. auch anderer Parteien in einer lapidaren Presseaussendung, sich für dieses Thema einzusetzen, ist den NEOS-Gemeinderät_innen zu wenig.

„Wir NEOS unterstützen diese Verkehrsmaßnahme, denn Klagenfurt will sich als internationale, offene und tolerante Stadt positionieren. Diesen Gedanken tragen wir mit und sehen den bunten Schutzweg als kleinen Meilenstein gegen Diskriminierung jeglicher Art. Es könnte auch der Anstoß sein, dass das alteingesessene Gedankengut sich nun endlich auflöst. Es wäre an der Zeit“, so Juvan.

Ein gelungenes Statement des Zusammenhalts gegen Vandalismus, Hass und Diskriminierung könnte seitens der Politik in Klagenfurt bei der Eröffnung des Regenbogens-Zebrastreifen gesetzt werden, in dem alle im Gemeinderat vertretenden Parteien anwesend wären und sich stark machen für ein tolerantes Klagenfurt.

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